Alle an Board!
Wie das Olympische Feuer reicht der Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen die Flagge für
die dritten Inklusiven Segeltage an das Organisationsteam der Internationalen
Bodenseewoche weiter.
Wie in jedem Jahr herrscht am Samstag vor Schluss der Interboot am Stand der Segeljugend
Baden-Württemberg Hochbetrieb. Nicht nur Kaffee, Kuchen, Würstchen und Getränke sind
dann gefragt, an diesem Nachmittag wird ausgezeichnet, wer sich für den Segelsport und die
Jugendarbeit im Ländle verdient gemacht hat.
Eine ganz besondere Ehre wurde am vergangenen Samstag Horst Böck zuteil. Seit 2009
ermöglicht der Wassersportverein Fischbach, dessen Vorstand er war, gemeinsam mit der
Stiftung FIDS (Foundation for Integrated Disabled Sailing) Segeln für Schüler mit
Behinderung. Und was im Kleinen in einem engagierten Verein begann, entwickelte sich zum
Erfolgsmodell und der Segelverband Baden-Württemberg nahm sich des Themas an.
Im Jahr 2024 richtete der Stuttgarter Segel-Club die ersten Inklusiven Segeltage Baden-
Württemberg am Max-Eyth-See aus. Das Event mit Fokus auf Segeln für alle und Spaß am
Segelsport war ein Erfolg und trug dazu bei, den Segelsport in Baden-Württemberg inklusiver
zu gestalten. Am letzten Veranstaltungstag erklärte sich dann der Segel-Motorboot-Club
Friedrichshafen (SMCF) bereit, die zweiten Inklusiven Segeltage nach Friedrichshafen zu
holen.
Im kommenden Jahr wird das inklusive Event in die Internationale Bodenseewoche
integriert. „Wir freuen uns riesig, dass die Organisatoren auf uns zugekommen sind“, sagt
Erik Sander vom Segelverband Baden-Württemberg. So bekäme das Thema Inklusion eine
größere Reichweite und einen höheren Bekanntheitsgrad.
Aktuell sei Schnuppersegeln für alle, ganz gleich ob mit oder ohne Einschränkungen, geplant.
Und neben dem Segeln um den Bodensee-Kooperationspokal könnten auch
Leistungssportler auf paralympischem Niveau integriert werden, sagt Simon Scheidt von der
unterstützenden Turning Point Stiftung.
Stephan Grumbt, Behindertenbeauftragter der Stadt Konstanz und Segler, sagt: „Wir müssen
das Erlebnis Wind und Wasser an Menschen mit Unterstützungsbedarf weitergeben.“
